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Auf dieser Seite erfahren Sie die Antworten auf 12 grundlegende Fragen zur Solarthermie. Zum Beispiel: Was ist Solarthermie und was kosten die Anlagen? Ist mein Haus geeignet und benötigt man ein weiteres Heizsystem? Die Antworten geben Ihnen einen guten Einblick in die Welt der Solarthermie.

1. Was ist „Solarthermie“?

Das Wort „Solarthermie“ kann man mit „Sonnenwärme“ übersetzen. Diese Sonnenwärme oder Solarenergie wird durch Thermische Solaranlagen nutzbar gemacht. Im Haushalt verwendet man die gewonnene Wärme dann zum Beispiel zum Baden, Duschen, Putzen oder zur Heizungsunterstützung.

Anwendungsbeispiele sind die Sonnenkollektoren für die Gebäudeheizung, die Sonnenwärme-Kraftwerke (zum Beispiel beim Zukunftsprojekt Desertec in der Sahara), solare Kühlung (Sonnenwärme wird in Kälte umgewandelt) oder Solarkocher (Anwendung in armen Gebieten, um Holzbrennstoff einzusparen).

2. Wie unterscheiden sich die Solarthermie und die Photovoltaik?

Sowohl bei der Solarthermie als auch der Photovoltaik wird die Sonnenenergie aktiv unter Verwendung von moderner Technik genutzt. Deshalb bezeichnet man auch beide Systeme umgangssprachlich als Solaranlage. Der Unterschied besteht aber darin, dass die Solarthermie zur Wärmeerzeugung und die Photovoltaik zur Stromerzeugung genutzt wird. Die Solarthermie erwärmt also das Trinkwasser oder hilft Heizkosten zu sparen. Die Photovoltaik entlastet die Stromrechnung.

Das Bild zeigt den Unterschied zwischen Photovoltaik-Modulen und Solar-Kollektoren

Das geschulte Auge kann dennoch einen Unterschied erkennen. In den Photovoltaik-Solarmodulen kann man nämlich die einzelnen Solarzellen erkennen, die zu einem Solarmodul zusammengefasst werden. Diese Solarzellen sehen aus wie kleine weiße Quadrate. Zusätzlich sind diese oft blau, die Solarthermiekollektoren sind eher schwarz oder bestehen aus Röhren.

Manchmal sieht man, dass das ganze Dach eines Haus mit einer Solaranlage bedeckt ist. Oftmals sind dabei eine Solarthermie- UND eine Photovoltaikanlage installiert. Dabei nehmen die Solarmodule zur Stromerzeugung die weitaus größere Fläche ein. Denn überschüssiger Solarstrom wird einfach in das öffentliche Stromnetz eingespeist und man erhält eine Einspeisevergütung. Solarthermiekollektoren werden möglichst exakt auf den Warmwasser- und Heizverbrauch der Bewohner abgestimmt.

https://www.youtube.com/watch?v=8zmUGPwF5Bw&list=PLacoV5AHY5NJrMQsMRPH61X9qn_EJS8jU

3. Wie funktioniert eine thermische Solaranlage?

Auf dem Hausdach installierte schwarze Platten (Flachkollektoren) oder Rohre (Vakuumröhrenkollektoren), die sogenannten Solarkollektoren, fangen die Sonnenwärme ein. Innerhalb der Solarkollektoren befindet sich ein Wärmeträger (ein flüssiges Frostschutzmittel), welches die Wärme aufnimmt und dann zum Solarspeicher trägt. Hier erfolgt der Übertrag auf das Brauchwasser oder das Heizungssytem. Stellen Sie sich einfach vor, an einem prallen Sommertag das schwarze Lenkrad Ihres Autos anzufassen – da verbrennt man sich hier und da fast die Finger. Wenn das Lenkrad nun mit einer Flüssigkeit gefüllt wäre – logisch, die wäre auch sehr warm oder heiß!

4. Was kosten Solarthermieanlagen?

Natürlich hängen die Kosten für die Solarthermieanlage wie bei so vielem im Leben von mehreren Faktoren ab: In diesem Fall von dem Einsatzbereich, der Größe und der Qualität. Gehen wir beispielhaft von einem 4-Personen-Haushalt aus. Wenn die Solarthermieanlage für die Wassererwärmung eingesetzt werden soll, muss man mit Gesamtkosten von rund 5.000 Euro rechnen. Diese beinhalten die Kosten für 4 bis 6 Quadratmeter Kollektorfläche (ca. 1.500 Euro), die Installationsarbeiten (1.500 Euro) und einen Solarspeicher (ca. 1.000 bis 2.000 Euro).

Für eine Solarthermieanlage mit Anschluss an die Heizung enstehen Gesamtkosten von rund 10.000 Euro. Diese beinhalten 16 Quadratmeter Kollektorfläche (knapp 5.000 Euro), die Installationsarbeiten (ca. 3.000 Euro) und den Solarspeicher (ca. 2.000 bis 3.000 Euro). Wenn man jetzt noch den Faktor Qualität der jeweiligen Komponenten berücksichtigt, weichen die Preise für Ihre Solarthermieanlage nach oben oder unten ab.

5. Lohnen sich Solarthermieanlagen?

Die Sonnenenergie ist der kostenlos zur Verfügung stehende Heiz-Rohstoff für thermische Solaranlagen. Insofern spart man im Laufe der Betriebsdauer eine Menge Geld – die Brennstoffkosten für Gas und Öl sinken. Die Kehrseite ist, dass man natürlich für die Solarthermie erst einmal investieren muss. Doch die Anschaffung von rund 10.000 für eine durchschnittlich große Komplettanlage armotisiert sich nach einigen Jahren. In vielen Fällen lohnt sich also die Solarthermie – aber eben nicht in jedem. Es müssen bestimmte Randbedinungen erfüllt werden.

6. Ist mein Haus für einen Solarthermieanlage geeignet?

Es müssen einige Randbedinungen für eine Solarthermieanlage erfüllt sein – ansonsten sollte man sich lieber nach anderen Heizsystemen erkundigen. Die wichtigsten Punkte sind:

  • Eine Dachfläche, die nach Süden oder Südwesten ausgerichtet ist und möglichst wenig – am besten gar nicht – durch Bäume oder umliegende Gebäude verschattet wird.
  • Ausreichend Dachfläche, die nicht durch Fenster oder Schornsteine unterbrochen wird. Wenn es nur um die Warmwasserbereitung geht, rechnet man mit 1 bis 1,5 Quadratmetern Dachfläche pro Bewohner; für eine Heizungsunterstützung sollten es 3 bis 4 Quadratmeter sein.
  • Platz für einen Warmwasserspeicher (meist im Keller).

Solarthermieanlage auf Mehrfamilienhaus

7. Reicht eine Solarthermie-Anlage als alleiniges Heizsystem?

Bei einem dauerhaft bewohnten Haus ist die Solarthermieanlage alleine nicht ausreichend. Aber Sie kann einen wesentlichen Anteil zur Trinkwassererwärmung und Heizwärme im Haushalt leisten. Typisch ist ein Anteil der Solarthermie am Gesamtenergieaufwand von ca. 60% für die Trinkwassererwärmung und 25% für die Heizung.

8. Wie hoch ist die Lebensdauer?

Die Frage nach der Lebensdauer ist sehr wichtig für zukünftige Betreiber. Die Solarthermieanlage soll schließlich möglichst lange halten. Viele Hersteller geben an, dass Ihre Solarkollektoren mindestens 20 bis 30 Jahre halten. In dieser Zeit hat sich die Anlage längst wirtschaftlich armotisiert.

9. Wie sieht es mit der Solarthermie-Förderung aus?

Es gibt eine Menge Förderungen für Solarthermie-Anlagen. Sie können zum Beispiel eine Förderung für die Installation selbst, aber auch teilweise für einige Komponenten erhalten, so zum Beispiel den Solarspeicher. Des Weiteren bieten einzelne Bundesländer Fördermaßnahmen für Ihre Solaranlage an.

10 Wo kann man eine Solarthermie-Anlage kaufen?

Natürlich kann man die einzelnen Komponenten kaufen und dann selbst Hand anlegen. Eine Solarthermieanlage besteht allerdings aus komplexer Technik. Zudem ist die Installation auf einem Hausdach nicht ganz ungefährlich. Daher empfehlen wir die notwendigen Arbeiten unbedingt fachgerecht erledigen zu lassen. Um hier die richtigen Fachleute an die Hand zu bekommen, haben wir einen kostenlosen Service für Sie eingerichtet: den gratis Preisvergleich für Solarthermie.

11 Muss man eine Solaranlage genehmigen lassen?

Nein, normalerweise nicht. Eine Ausnahme von der Regel sind aber denkmalgeschützte Gebäude. Hier sollten Sie sich genau informieren.

12 Welche Vorteile haben Solarthermie-Anlagen?

An erster Stelle dürfte für viele die Frage nach der Rentabilität einer Solarthermie-Anlage stehen. Ist heizen mit Solarthermie rentabel? Dies lässt sich mit einem klaren Ja beantworten. Doch letztlich zählt noch mehr als nur der rein finanzielle Aspekt einer Investition. Die Hauptkosten bei der Erstellung einer Solarheizung entstehen durch die genau zu kalkulierenden Anschaffungskosten. Dem gegenüber zu stellen sind die eingesparten Kosten an Brennstoff (Öl, Gas, Strom). Wie man an den enorm gestiegenen Spritpreisen deutlich erkennen kann, sind diese Rohstoffpreise jedoch definitiv nicht stabil - und scheinen sich noch deutlich zu verteuern.

Zusätzlich werden Sie als Besitzer einer Solarheizung davon profitieren, wenn zusätzliche CO2-Energieabgaben erhoben werden, oder die (Öko)Steuern steigen.

Des Weiteren kann man sagen, dass Benutzer einer Solarheizung schon heute unabhängiger sind als alle, die voll und ganz auf gelieferte Rohstoffe (Gas, Öl, Strom) angewiesen sind.

Also fragen Sie sich doch einfach einmal, ob diese Gründe für Sie nicht ausreichend sind und für die längere Zukunft zum solaren Heizen eine gute Planung darstellen.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de