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Auf dieser Seite geben wir Ihnen 8 Tipps zur Planung und Dimensionierung Ihrer thermischen Solaranlage. So wird Ihre Nutzung der Sonnenenergie ein voller Erfolg.

Die Tipps auf dieser Seite werden nicht dazu führen, dass Sie Ihre Solaranlage selber dimensionieren können, aber wir werden Ihnen zumindest ermöglichen dem Planer in die Karten zu schauen und dessen Vorgehensweise verständlich zu machen. Zuallererst werden wir Ihnen auf dieser Seite bestimmte Kenngrößen vorstellen, welche zur Planung der Solarthermie unbedingt erforderlich sind.

Solarkollektoren nehmen wenig Platz auf dem Dach ein

1. Den Warmwasser-Verbrauch feststellen

Die Menge an verbrauchtem Warmwasser ist der wichtigste Punkt für die Auslegung der Solaranlage. Logischerweise sollte der Berechnung des Warmwasserverbrauches daher besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, um diesen möglichst genau zu ermitteln.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte der Verbrauch direkt an einer Wasseruhr gemessen werden. Besonders im Gewerbe empfiehlt sich zur Not der Einbau einer solchen Wasseruhr am Zulauf des Warmwasserbereiters, um den Verbrauch pro Woche oder pro Tag zu ermitteln. Unterschiede im Verbrauch zwischen Wochentagen und Wochenende können hier sehr wichtig sein. Auch die Schwankungen im Kalenderjahr. Für die Auslegung empfiehlt sich der Mittelwert in Sommerhalbjahr.

Soll bei privaten Haushalten der Verbrauch geschätzt werden, so sind die wichtigsten Angaben:

  1. Anzahl der Einwohner: Die Werte hier schwanken von niedrigem Bedarf (20 bis 30 Liter pro Person und Tag) über mittlerem Bedarf (30 bis 50 Liter pro Person und Tag) bis zu hohem Bedarf (50 bis 60 Liter pro Person und Tag); Kinder verbrauchen meist das gleiche oder sogar mehr Warmwasser als ein Erwachsener.
  2. Lebensgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle: Wird jeden Tag zuhause gekocht? Werden Berufe ausgeübt, die mehr Warmwasser erfordern - zum Beispiel Automechaniker?
  3. Sind Möglichkeiten zum Wassersparen vorhanden – zum Beispiel wassersparende Armaturen?
  4. Waschmaschinen oder Geschirrspüler mit Warmwasser-Anschluss sind einzurechnen (können als 1/4 bis 1/2 Person gerechnet werden). Hier gilt es aber zu beachten, dass den meisten modernen Wasch- und Spülmaschinen kein warmes Wasser zugeführt wird, sondern kaltes; dieses wird dann elektrisch erhitzt - insofern wäre das eher ein Punkt für eine Photovoltaikanlage.

2. Den Heizwärmebedarf feststellen

Den Heizbedarf feststellenSofern die solare Wärmegewinnung auch zur Heizungsunterstützung genutzt wird, ist dieser Wert wichtig zur Auslegung der Anlage. Der Wert beschreibt wie viel Energie sie benötigen um den Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen aufrecht zu erhalten – also zu heizen.

Je nach Wärmeschutz und Isolierung werden sehr unterschiedliche Werte erreicht. Das macht der nachfolgende Wert deutlich: Der Heizwärmebedarf für ein Einfamilienhaus kann zwischen 20 und 220 kWh / m²a (Kilowattstunde pro Quadratmeter und Jahr) liegen – also von super gut bis grottenschlecht. Zwischen diesen beiden Werten liegen wirklich Welten!

3. Der Deckungsgrad: Wie viel wollen Sie erreichen?

Der Deckungsgrad ist der Zielwert, der von der Solaranlage erreicht werden soll. Er beschreibt wie viel Prozent der Warmwasserbereitung im Haus von der Solaranlage übernommen wird. Normalerweise wird ein Deckungsgrad angestrebt, der es möglich macht beispielsweise den Ölheizkessel im Sommer gar nicht einschalten zu müssen. Hierbei kann viel gespart werden, da ein zeitweises Einschalten des Heizkessels im Sommer sehr verlustreich und ineffizient ist! Ein Deckungsgrad des Warmwasserbedarfs durch die Solaranlage von rund 50% oder leicht darüber sind schon ziemlich ideal und in vielen Fällen auch erreichbar.

Natürlich ist ein Deckungsgrad von 100% der Wunsch jedes Solarthermie-Betreibers und Sie überlegen jetzt vielleicht: „Je mehr Kollektoren, desto größer der Deckungsgrad.“ Das stimmt zwar, aber genau diese Herangehensweise würde wiederum den Systemnutzungsgrad verringen. Was das bedeutet, erfahren Sie im nächsten Punkt.

4. Der Systemnutzungsgrad: Ist die Solaranlage richtig ausgelegt?

Dieser Wert gibt an, wieviel von der Sonneneinstrahlung vom Solar-Kollektor umgewandelt und als Warmwasser in den Speicher geliefert wird. Der Nutzungsgrad der Solarthermie-Anlage gibt Aufschluss darüber wie präzise die Größe der Anlage gewählt wurde. So kann man sein gesamtes Dach mit Solarkollektoren belegen und viel Warmwasser erzeugen. Allerdings macht dies das gesamte System nur unnötig teuer und man kann gar nicht genug Wärme sinnvoll verbrauchen. Der Systemnutzungsgrad würde also sinken, so dass man vielleicht nur noch 25% der Solaranlage wirklich sinnvoll nutzt.

Der Nutzungsgrad ist ein Wert, der sich immer auf einen bestimmten Zeitraum zum Beispiel einen Monat oder ein halbes Jahr bezieht. Typischerweise liegt der Wert zwischen 30 und 50%. Also werden 30 und 50% der Sonneneinstrahlung von Ihnen als Warmwasser verbraucht.

Der Wert ist abhängig von:

  • Qualität des Kollektors
  • Wärmedämmung und Leitungen
  • dem Speicher selbst
  • vom Verbrauch
  • vom Deckungsgrad

5. Standort und Ausrichtung der Solaranlage

Je nach Lage in der Bundesrepublik schwankt die mittlere Einstrahlung der Sonne um bis zu 300 kWh/m² (Kilowattstunde pro Quadratmeter). So erreichen Sie in einigen Bereichen Süddeutschlands bis zu 1200 kWh/m², in den sonnenärmsten Regionen ca. 900 bis 950 kWh/m².

Bei Süd oder Süd-West-Ausrichtung Ihres Daches und 35 bis 50 Grad Neigung der Kollektorfläche werden die größten Erträge erzielt. Weichen diese Werte geringfügig ab – zum Beispiel wenn Ihre Dachfläche leicht nach Südost zeigt, dann ergeben sich nur geringe Einbußen von 5 bis 10%. Der Minderertrag kann durch etwas größere Kollektorfläche leicht kompensiert werden. Bei einer kompletten Ost-West-Ausrichtung eines Daches ist die Solarthermie meist nicht zu empfehlen.

Sonne über Tau-Wiese

6. Flächenbedarf der Sonnenkollektoren

Wie viele Solarkollektoren installiert werden, hängt zunächst davon ab, ob die Solarthermieanlage nur zur Warmwassererzeugung oder auch zur Heizungsunterstützung gebraucht werden soll. Bei der ausschließlichen Warmwasserbereitung rechnet man grob mit 1 bis 1,5 Quadratmeter Solarkollektor-Fläche pro Bewohner. Wenn die Solaranlage auch Heizwärme hervorbringen soll, wären 4 bis 6 Quadratmeter Kollektorfläche pro Person ein guter Richtwert. Die meisten Häuser in Deutschland dürften eine nutzbare Dachfläche von mindestens 30 Quadratmetern besitzen – nutzbar bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man Fenster und Schornsteine von der gesamten Dachfläche abziehen muss. Soll also eine beispielhafte Solarthermie-Anlage ein 4-Personen-Haus mit Warmwasser und Heizungswärme versorgen, würden maximal 24 Quadratmeter Dachfläche benötigt.

7. Einbindung in Ihr Gebäude

Die Sonnenkollektoren werden selbstverständlich auf dem Dach montiert. Von hier aus muss es die Möglichkeit geben Leitungen zum Speicher zu verlegen. Ist vielleicht ein nicht mehr genutzter Schornstein vorhanden? Der Warmwasserspeicher selbst wird dann in vielen Fällen im Keller aufgestellt, allerdings ist dies kein Muss. Wenn die Solaranlage auch zur Heizungsunterstützung gebraucht werden soll, sind natürlich noch mehr Arbeiten zu erledigen.

Bei Neubau eines Hauses können direkt die genannten Faktoren wie Ausrichtung, Neigung des Daches, Dachfläche, Rohrleitungen und Isolierung des Hauses berücksichtigt werden. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass Ihr Dach nicht von Bäumen oder Ähnlichem verschattet wird.

8. Solarthermie-Checkliste: Bauphase

In der Planungsphase einer Solarthermieanlage muss man sich ganz schön viel merken. Damit Sie nichts übersehen, haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte hier in Form einer Checkliste zusammengefasst. Diese kurze Checkliste gibt einen einfachen Überblick über die wichtigsten Schritte der Installation Ihrer Solarthermieanlage. Angesprochen werden beispielsweise der Zugang zum Dach und zum Speicheraufstellraum. Außerdem werden einige Tipps zur Montage der Anlage und möglichen Schäden gegeben.

Checkpunkte zur Installation der Solaranlage o.k.?

Zugang zum Dach

Ist bereits mit dem Handwerker abgeklärt, wie der Zugang zum Dach erfolgt?
Sind Leitern nötig oder besteht Zugang über den Dachboden?

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Zugang zum Speicheraufstellraum

Ist der Raum für den Speicher freigeräumt?
Ist der Weg zum Speicherraum frei – sind Hindernisse aus dem Weg geräumt, so dass der Speicher problemlos transportiert werden kann?

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Vor der Installation - Die Anlieferung

Nehmen Sie oder der Handwerker die Ware entgegen?
Sofern Sie die Waren annehmen, gelten folgende Rechte / Pflichten:

  • Der Spediteur muss bis zur Grundstücksgrenze liefern (bis zum Haus ist natürlich besser – liefert er nicht bis zum Haus, ist Ihr Handwerker für den restlichen Weg zuständig)
  • Der Spediteur muss warten bis Sie alle Teile geprüft haben. Nehmen Sie sich Zeit genau zu prüfen!
  • Prüfen Sie den Lieferschein auf Vollständigkeit (alle Teile geliefert?)
  • Vermerken Sie sichtbare Transportschäden (auch an der Verpackung, offene Verpackung, …) in jedem Fall auf Ihrem Lieferschein und lassen Sie sich diese Vermerke vom Spediteur mit Unterschrift bestätigen!
  • Name des Spediteurs notieren
  • Bei starken Schäden oder Unsicherheit rufen Sie Ihren Handwerker an, um abzuklären wie vorgegangen wird (möglicherweise Annahme verweigern, direkt auf eine Ersatzlieferung bestehen, …)
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Schäden die erst später festgestellt werden

Werden vom Installateur später Schäden festgestellt, wird sich dieser mit dem Hersteller in Verbindung setzen um die Ware zu reklamieren.

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Montage der Solaranlage

Wird natürlich vom Handwerker durchgeführt - achten Sie trotzdem mit auf sorgfältige Wärmedämmung der Leitungen– besonders bei den Anschlüssen!

Temperaturfühler sollten vom Handwerker mit Wärmeleitpaste in die Tauchhülsen gesteckt werden – damit diese genauere Messergebnisse bringen!

Der Kollektorkreis sollte vor Befüllen mit dem Frostschutzmittel dringend 10-15 min mit Klarwasser gespült werden um Lötrückstände zu entfernen.

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Abnahme der Solaranlage

Gehen Sie mit Ihrem Installateur sorgfältig die verschiedenen Punkte des Abnahmeprotokolls durch, bevor Sie Ihre Unterschrift darunter setzen.
Lassen Sie sich in die Funktionen der Anlage einweisen.

  • Wie funktionieren Solarregler, Solarstation,  Kollektor und Speicher
  • Wie lese ich die Temperaturen ab – welche Temperaturen sind normal?
  • Wo lese ich den Druck ab? Welcher Druck ist normal?
  • Wofür sind die Entlüfter? Muss ich diese bedienen?
  • Wie schalte ich im Sommer die Nachheizung ab?
  • Welche Parameter sind eingestellt – was passiert wenn diese verändert werden
  • Kann man versehentlich etwas verstellen? Welche Fehlermeldungen gibt es?
  • Was tue ich bei Fehlermeldungen?

Sammeln Sie folgende Unterlagen und legen Sie diese ab, falls später an der Anlage Teile ersetzt werden müssen:

  • Schaltbild der Solaranlage
  • Unterlagen zu Kollektoren, Speicher und Solarstation
  • Bedienungsanleitung vom Solarregler
  • WICHTIG: Fabrikat und Mischungsverhältnis des Frostschutzmittels, da bei Nachfüllen nicht verschiedene Mittel gemischt werden dürfen!
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Auswahl vom Solarregler Das Gehirn Ihrer Solaranlage - der Solarregler - prüft die Teperaturunterschiede im Speicher bzw. den Speichern und steuert die...

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