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Das perfekte Solar-Dach. Alles wichtige zur Planung.

Inhaltsverzeichnis:

Sie möchten das Dach Ihres Hauses nutzen, um saubere, umweltfreundliche Energie zu erzeugen und gleichzeitig Ihre Stromrechnung zu senken. Mit einem Solardach ist das möglich! Aber nicht jedes Dach ist gleich und es gibt einige Faktoren, die Sie berücksichtigen müssen, bevor Sie sich auf das Solarenergie-Abenteuer einlassen.

1. Eignet sich mein Dach als Solar-Dach?

Zunächst einmal ist die Art Ihres Dachs entscheidend. Verschiedene Dachtypen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile, wenn es darum geht, Solarmodule zu installieren:

  • Flachdächer: Diese Art von Dächern eignet sich gut für Solarmodule, weil sie normalerweise viel Platz bieten und es möglich ist, die Module optimal zur Sonne auszurichten. Allerdings müssen Sie beachten, dass Flachdächer in der Regel eine zusätzliche Struktur benötigen, um die Module in den optimalen Winkel zur Sonne zu stellen. Auf diese Aufständerung kommen wir später noch genauer zu sprechen.

  • Satteldächer: Satteldächer sind eine der am häufigsten verwendeten Dachtypen für Solarmodule. Ihre Neigung ist oft ideal, um die Sonnenstrahlen einzufangen. Das Problem könnte allerdings die Ausrichtung des Dachs sein. Wenn es nicht nach Süden zeigt, kann das den Ertrag Ihrer Anlage beeinträchtigen.

  • Pultdächer: Pultdächer können ebenfalls gut für Solarmodule genutzt werden, insbesondere wenn sie nach Süden ausgerichtet sind. Allerdings haben sie oft weniger Platz als Flachdächer.

1.1. Besonderheiten des Dachs beachten

Aber was ist mit speziellen Dachtypen wie Dachfenstern, Gründächern oder historischen Dächern?

  • Dachfenster: Durch Fenster wird die für die Photovoltaikanlage verfügbare Fläche des Daches reduziert. Solarmodule dürfen Dachfenster schließlich nicht verdecken oder ihren Lichteinfall beeinträchtigen. Achten Sie also darauf, dass bei der Planung Ihrer Anlage genügend Platz für die Fenster bleibt. Außerdem kann

  • Historische oder denkmalgeschützte Dächer: Solarmodule auf historischen oder denkmalgeschützten Dächern zu installieren, kann eine Herausforderung sein. Oftmals gibt es besondere Auflagen und Genehmigungen, die eingeholt werden müssen. Eine mögliche Lösung könnten Solardachziegel sein, die sich optisch besser in das historische Erscheinungsbild einfügen.
  • Dachgauben: Dachgauben können Schatten auf Ihre Solarmodule werfen und so deren Leistung beeinträchtigen. Es ist wichtig, bei der Planung Ihrer Solaranlage einen ausreichenden Abstand zu den Gauben zu berücksichtigen. Die genaue Entfernung hängt von der Höhe der Gaube und der Neigung des Dachs ab.

  • Schornsteine: Ähnlich wie bei Dachgauben können auch Schornsteine Schatten auf die Solarpanels werfen. Sie sollten daher so positioniert werden, dass sie zu keiner Tageszeit im Schatten liegen. Außerdem müssen Sie einen bestimmten Abstand zum Schornstein einhalten, um die Brandsicherheit zu gewährleisten.

  • Antennen: Antennen und Satellitenschüsseln können ebenfalls Schatten werfen. Daher ist es wichtig, sie bei der Planung Ihrer Solaranlage zu berücksichtigen. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, die Antenne oder Satellitenschüssel zu versetzen, um einen optimalen Betrieb der Solaranlage zu gewährleisten.

  • Gründächer: Gründächer können durchaus mit Solarmodulen kombiniert werden, allerdings müssen Sie dabei auf das zusätzliche Gewicht und die nötige Stabilität achten. Eine gute Nachricht: Die Pflanzen auf Ihrem Dach können theoretisch ein klein wenig dazu beitragen, die Solarmodule natürlich zu kühlen und ihre Effizienz zu erhöhen. Natürlich darf es dabei nicht zu einer Verschattung der Module kommen. 

Ein professioneller Solarinstallateur kann Ihnen helfen, diese Herausforderungen zu meistern und eine Lösung zu finden, die die Leistung Ihrer Solaranlage maximiert und gleichzeitig alle Sicherheitsanforderungen erfüllt.

Es ist immer ratsam, sich professionelle Hilfe zu suchen, um sicherzustellen, dass Ihre Solaranlage korrekt und sicher installiert wird.

1.2. Schieferdach: Photovoltaikanlage möglich?

Die Installation von Solarmodulen auf Schieferdächern kann eine Herausforderung sein, und das hat mehrere Gründe:

  1. Zerbrechlichkeit: Schiefer ist ein natürliches Material und kann beim Bohren leicht brechen oder splittern. Daher ist es riskant, Löcher für die Montage der Solarmodule zu bohren.

  2. Befestigungssysteme: Die meisten Befestigungssysteme für Solarmodule sind für Dächer mit Asphalt- oder Betonschindeln ausgelegt. Für Schieferdächer sind spezielle Befestigungssysteme erforderlich, die oft teurer und schwieriger zu installieren sind.

  3. Ästhetik und Denkmalschutz: Schieferdächer sind oft auf älteren oder historischen Gebäuden zu finden, bei denen ästhetische oder denkmalpflegerische Erwägungen eine Rolle spielen können.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Solarenergie für Gebäude mit Schieferdächern ausgeschlossen ist. Es gibt spezielle Lösungen wie zum Beispiel Solar-Schiefer, das die Funktionen von Solarpanelen und Schieferplatten kombiniert. Aber solche Lösungen können teurer sein und erfordern eine spezialisierte Installation. Es empfiehlt sich daher, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, um die beste Lösung für Ihr spezifisches Gebäude und Ihre Bedürfnisse zu finden.

Interessante Links hierzu: 

1.3. Reet & Asbest: Problemfälle für's Solardach

Schließlich gibt es Dachtypen, die weniger oder gar nicht geeignet für Solarmodule sind.

  • Dazu gehören beispielsweise Reetdächer, die aufgrund der erhöhten Brandgefahr und den Versicherungsbestimmungen in der Regel nicht für Solarmodule verwendet werden. Theoretisch ist eine Installation der PV-Anlage möglich aber weitaus komplizierter. Auf jeden Fall gibt es hier, wie gesagt, versicherungstechnische Besonderheiten, die erfüllt werden müssen. Siehe: https://www.elektro.net/file/show/78724/237df8/de_22_04_PP04.pdf 
  • Dächer bei denen Asbest genutzt wurde - sind ungeeignet.

Asbest ist ein Material, das in der Vergangenheit oft in der Bauindustrie verwendet wurde, insbesondere für Dach- und Wandverkleidungen, wegen seiner Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Feuer sowie seiner Isoliereigenschaften. Heute ist fast jedem bekannt, dass Asbest gesundheitsschädlich sein kann und es wurde in vielen Ländern verboten.

Aus folgenden Gründen, ist ein Asbestdach nicht für die Installation von Solarmodulen geeignet:

  1. Gesundheitsrisiken: Asbestfasern sind gesundheitsschädlich, wenn sie eingeatmet werden. Sie können Asbestose, Lungenkrebs und Mesotheliom verursachen. Das Bohren in ein Asbestdach zur Montage von Solarmodulen kann dazu führen, dass Asbestfasern freigesetzt werden.

  2. Rechtliche Beschränkungen: In vielen Ländern ist es gesetzlich verboten, in asbesthaltige Materialien zu bohren oder sie auf andere Weise zu bearbeiten, um die Freisetzung von Asbestfasern zu verhindern. In Deutschland gilt hierzu z.B. die TRGS 519 "Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten".

Wenn Sie ein Asbestdach haben und Solarmodule installieren möchten, besteht die empfohlene Vorgehensweise normalerweise darin, das Asbestdach zuerst professionell entfernen und entsorgen zu lassen. Dies sollte immer von speziell ausgebildeten Fachleuten durchgeführt werden, um die Sicherheit zu gewährleisten und die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten. Anschließend kann ein neues, geeigneteres Dachmaterial installiert und die Photovoltaikanlage montiert werden.

Sie sehen, die Art Ihres Dachs spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, ob und wie Sie ein Solardach installieren können. Doch lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihr Dach auf den ersten Blick nicht perfekt für Solarmodule geeignet zu sein scheint. Mit der richtigen Planung und den passenden Lösungen kann fast jedes Dach zu einem Kraftwerk werden.

Im nächsten Teil dieses Artikels werden wir uns mit der Ausrichtung des Dachs beschäftigen. Wie wichtig ist sie wirklich und wie kann man sie optimieren?

2. Die perfekte Ausrichtung des Dachs

Ein Schlüsselelement für ein effektives Solardach ist die Ausrichtung. Die Position der Sonne ändert sich während des Tages und des Jahres, und Ihre Photovoltaikanlage sollte in der Lage sein, so viel Sonnenlicht wie möglich einzufangen. Wie wirkt sich eine Abweichung auf den Energieertrag aus? Schauen wir uns das einmal genauer an.

Ausrichtung und Neigungswinkel des PV-Daches

2.1. Was ist besser: Süd oder Ost-West-Anlage?

In der nördlichen Hemisphäre ist die ideale Ausrichtung für ein Solardach nach Süden, während es in der südlichen Hemisphäre nach Norden ausgerichtet sein sollte. Warum ist das so? Die Sonne bewegt sich von Osten nach Westen, aber sie steht am Mittag im Süden (bzw. Norden in der südlichen Hemisphäre). Daher ist eine Südausrichtung optimal, um das meiste Sonnenlicht im Laufe des Tages zu erfassen.

Bei Ost-West-Anlagen wir der Solarertrag gleichmäßiger über den Tag verteilt. Je nach Nutzung der PV-Anlage kann das wirtschaftlich sinnvoller sein.

Eine Abweichung von der idealen Ausrichtung oder Neigung führt in der Regel zu einem geringeren Energieertrag. Je größer die Abweichung, desto geringer ist der Ertrag. Dennoch kann auch eine nicht optimal ausgerichtete Anlage immer noch eine erhebliche Menge an Strom produzieren.

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Eine Ost-West-Anlage ist eine PV-Anlage, deren Module auf den beiden Dachseiten sowohl nach Osten als auch nach Westen ausgerichtet sind. Sie produzieren  also morgens und abends mehr Strom als mittags. Obwohl ihre maximale Leistung niedriger ist als die einer Südanlage, können sie über den Tag verteilt eine ähnliche oder sogar höhere Gesamtleistung erbringen. Zudem sind sie weniger anfällig für Überhitzung und Lastspitzen mittags.

Bei Flachdächern gilt: Ost-West-PV-Systeme haben ca. 4% Verlust aufgrund der Ausrichtung, die optimalere Nutzung der Dachfläche ergibt aber bis zu 15% mehr Ertrag. Die Ost-West-Aufständerung ist damit bei Flachdächern der aktuelle Standard!

Was sind denn die Gründe, das Ost-West-Anlagen unter bestimmten Umständen eine ähnliche oder sogar höhere Gesamtleistung als Südanlagen bringen?

  1. Verlängerte Produktionszeit: Ein großer Vorteil von Ost-West-Anlagen ist, dass sie über einen längeren Zeitraum des Tages Sonnenenergie erzeugen können. Die Ostmodule fangen bereits am Morgen das Sonnenlicht ein, wenn die Sonne im Osten aufgeht. Am Nachmittag und Abend, wenn die Sonne im Westen untergeht, erzeugen die Westmodule Energie. Eine Südanlage dagegen erreicht ihren Höhepunkt an Produktion meist um die Mittagszeit und hat weniger Produktion in den frühen Morgen- und späteren Nachmittagsstunden.

  2. Geringere Spitzenleistung, höhere Gesamtproduktion: Eine Südausrichtung liefert eine höhere Spitzenleistung um die Mittagszeit. Ost-West-Anlagen erreichen diese hohe Spitzenleistung nicht, liefern aber über den Tag verteilt eine gleichmäßigere Leistung. Dies führt dazu, dass sie im Laufe eines Tages eine ähnliche oder sogar höhere Gesamtmenge an Energie produzieren können.

  3. Effizientere Nutzung des vorhandenen Platzes: Ost-West-Anlagen können oft effizienter auf dem verfügbaren Dachflächen installiert werden, insbesondere bei Flachdächern. Da die Module in zwei Richtungen zeigen, kann man mehr von ihnen auf der gleichen Fläche unterbringen, im Vergleich zu einer Südanlage, wo ein größerer Abstand zwischen den Modulen notwendig ist, um Schattenbildung zu vermeiden.

  4. Gleichmäßigere Netzeinspeisung: Da Ost-West-Anlagen über den Tag verteilt gleichmäßiger Energie erzeugen, führen sie auch zu einer gleichmäßigeren Einspeisung ins Netz. Dies kann insbesondere in Netzen mit hohem Anteil an Solarstrom von Vorteil sein, um Netzschwankungen zu minimieren.

Bitte beachten Sie, dass dies nicht bedeutet, dass Ost-West-Anlagen immer besser sind als Südanlagen. Es hängt immer von den spezifischen Gegebenheiten und Zielen des jeweiligen Projekts ab. Eine professionelle Beratung ist hierbei von unschätzbarem Wert.

2.2. Wie bestimme ich meine Dachausrichtung?

Die Ausrichtung Ihres eigenen Dachs können Sie recht einfach bestimmen. Eines der einfachsten Werkzeuge ist ein Kompass, aber auch spezielle Apps und Online-Tools können dabei helfen.

Tipp: Google Earth kann man nutzen, um das eigene Dach zu finden und dann die Himmelsrichtung bestimmen. > Downloadlink von Google-Earth

Dachausrichtung per Google-Earth betimmen

Bedenken Sie, dass es nicht nur um die Himmelsrichtung geht, sondern auch um mögliche Hindernisse, die den Sonnenlichteinfall beeinträchtigen könnten, wie z.B. Bäume oder andere Gebäude. 

3. Die perfekte Neigung für das Solardach.

Der Ertrag von Solarmodulen ist genrell dann am besten, wenn die Sonne in einem 90° Winkel auf das Modul trifft. Da die Sonne am Tag ihren Einstrahlwinkel verändert, die Module aber fest stehen, muss man den Winkel finden, an welchem man den meisten Ertrag erhält. Was Deutschland angeht: Im Sommer, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, kann eine flache Neigung von etwa 35 Grad optimal sein. Das hängt allerdings auch davon ab, wie lang der Tag ist und ob das Wetter mitspielt. Im Winter hingegen, wenn die Sonne eher tief steht, ist eine steilere Neigung besser, etwa zwischen 55-65 Grad.

Jahreszeit Einstrahwinkel der Sonne Optimaler Aufstellwinkel des Moduls
Sommer  60-65° 25-30°
Winter  15-20° 70-75°

Generell kann man sagen, dass eine flachere aufgestellte Anlage im Sommer bessere erhält, eine steilere Anlage dafür im Herbst & Winter.

Die Neigung Ihres Dachs - oder die Neigung Ihrer Solarmodule, wenn sie aufgeständert sind - beeinflusst, wie viel Sonnenlicht auf die Module trifft. Je direkter das Sonnenlicht auf die Module trifft, desto mehr Energie können sie produzieren. Die optimale Neigung variiert jedoch mit den Jahreszeiten. Im Sommer, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, ist eine geringere Neigung optimal. Im Winter hingegen, wenn die Sonne niedrig steht, ist eine steilere Neigung besser. Die optimale Neigung variiert auch je nach geographischer Lage. Je näher Sie am Äquator sind, desto flacher sollte die Neigung sein, um den höchsten Sonnenstand am Mittag optimal auszunutzen. Je weiter Sie vom Äquator entfernt sind, desto steiler sollte die Neigung sein. Eine Faustregel ist, dass der Neigungswinkel etwa gleich dem Breitengrad - 20% sein sollte, um das ganze Jahr über eine gute Leistung zu erzielen.

Hier ein Video, was die Thematik gut erklärt:

Bild maxresdefault

Die Neigung der Solaranlage steht also in direktem Zusammenhang mit dem Stand der Sonne zu verschiedenen Jahreszeiten, und eine Anpassung der Neigung kann dazu beitragen, dass die Anlage über das ganze Jahr hinweg den maximal möglichen Ertrag erzielt.

Auf welchen Neigungswinkel beziehen sich die Ertragsangaben der PV-Anlagenhersteller? Hersteller von Solarmodulen geben ihre Leistungsdaten in der Regel für eine Neigung von 30 bis 35 Grad an, da dies als Standard betrachtet wird. Dieser Wert ist jedoch ein Durchschnittswert, der die besten Kompromisse für das ganze Jahr darstellt, er stellt nicht unbedingt die optimale Neigung für Ihre spezifische Lage oder Ihr spezifisches Dach dar.

3.1. Wann benötigt man eine Aufständerung? 

Eine Aufständerung wird für PV-Module auf Flachdächern genutzt. Die Gründe sind:

  1. Optimale Neigung: Die Sonnenstrahlen sollten ja möglichst senkrecht auf die Module treffen, um den maximalen Ertrag zu erzielen. Da Flachdächer, wie der Name schon sagt, flach sind, werden die Module aufgeständert, um die optimale Neigung zu erreichen. In Deutschland liegt dieser Winkel (wie erwähnt) meistens zwischen 30 und 35 Grad.

  2. Luftzirkulation: Unter den Modulen kann die Luft zirkulieren, was zusätzlich zu einer Kühlung der Module führt. Hohe Temperaturen können die Leistungsfähigkeit von Solarmodulen reduzieren, daher ist eine gute Luftzirkulation wichtig.

  3. Schutz vor Witterung: Die Aufständerung kann auch dazu beitragen, die Module vor Schnee oder stehendem Wasser auf dem Dach zu schützen. Der Winkel sorgt dafür, dass durch den Regen die Verschmutzungen von den Solarpanelen abgewaschen werden.

  4. Zugänglichkeit für Wartung und Reparaturen: Durch die Aufständerung bleibt Platz für den Zugang zu den Modulen und deren Befestigungen, falls Wartungsarbeiten oder Reparaturen notwendig sind.

Gibt es eine Aufständerung für Schrägdächer?

Ja, die gibt es tatsächlich. Eine Aufständerung nämlich auch hier hilfreich sein, wenn das Dach zwar schräg ist, aber nicht schräg genug. Oder wenn man die Neigung der Module unabhängig von der Dachneigung einstellen möchte. Es gibt also Aufständerungen sowohl für Flachdächer als auch für Schrägdächer. Sie ermöglichen die optimale Ausrichtung der Module zur Sonne und können somit den Ertrag der Anlage erhöhen.

3.2. Was bringen Nachführsysteme?

Nachführsysteme sind technische Vorrichtungen, die die Solarpaneele im Laufe des Tages und des Jahres nach der Sonne ausrichten. Es gibt:

  • Einachsige Systeme - die sich entlang einer Achse bewegen (meist von Ost nach West).
  • Zweiachsige Systeme -  die sich sowohl horizontal als auch vertikal bewegen können.

Nachführsysteme können den Ertrag einer Solaranlage erheblich steigern, da sie dafür sorgen, dass die Module immer optimal zur Sonne ausgerichtet sind. Allerdings sind sie auch teurer und erfordern mehr Wartung als feste Montagesysteme.

  • Kosten: Die Kosten für Photovoltaikanlagen mit Nachführsystemen können im Vergleich zu feststehenden Anlagen um 10 bis 30% höher sein. Das liegt vor allem an den zusätzlichen Komponenten und der komplexeren Installation (das sind Durchschnittswerte, tatsächliche Kosten können je nach Systemgröße und anderen Faktoren variieren).
  • Ertrag: Nachführsysteme können den Ertrag einer Photovoltaikanlage in der Regel um 20 bis 45% steigern. Die Systeme folgen der Sonne über den Tag, sodass die Module immer optimal zur Sonne ausgerichtet sind und mehr Sonnenlicht einfangen können.

Trotz des erhöhten Ertrags sollten Sie bedenken, dass Nachführsysteme mehr bewegliche Teile haben und daher anfälliger für Wartungsarbeiten oder Ausfälle sein können. Darüber hinaus sind sie in der Regel besser für große Freiflächenanlagen geeignet und weniger für Dachanlagen. 

Aktuell kann man sagen, dass sich Nachführsysteme für die private Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach nicht lohnen.

3.3. Wie kann ich die Neigung meines Dachs berechnen?

Um die Neigung Ihres Dachs zu bestimmen, können Sie ein einfaches geometrisches Prinzip anwenden:

  1. Sie messen die vertikale Höhe (von der Dachspitze bis zum Dachfuß)
  2. und die horizontale Länge (von der Dachspitze bis zum Dachfuß horizontal gemessen).
  3. Mit diesen Werten können Sie die Neigung mit Hilfe von Trigonometrie berechnen.

Wenn Sie nicht so gut in Mathe sind, keine Sorge! Es gibt viele Online-Rechner, die Ihnen dabei helfen können. z.B. hier: https://rechneronline.de/dach/dachneigung.php 

Vergessen Sie aber nicht, es geht nicht nur um die Neigung. Denken Sie auch an andere wichtige Faktoren wie den Schattenwurf, auf den wir in diesem Artikel genau eingehen. 

4. Platzbedarf: Reicht die Größe des Daches aus?

Eines der grundlegenden Kriterien für die Installation einer Photovoltaikanlage ist die zur Verfügung stehende Fläche auf Ihrem Dach. Dabei ist nicht nur die Größe des Dachs von Bedeutung, sondern auch die Anzahl und Position von Elementen wie Dachfenstern, Schornsteinen und Dachgauben, die den nutzbaren Platz reduzieren können.

Der Platzbedarf einer Photovoltaikanlage hängt stark von der Anzahl und Größe der Solarmodule ab, die installiert werden sollen. Eine Faustregel besagt, dass man pro Kilowatt Leistung etwa 7-8 Quadratmeter Fläche benötigt. Ein einzelnes Solarmodul hat eine Größe von etwa 1,6 bis 2 Quadratmetern, je nach Modell und Hersteller.

Neben dem Platz für die Solarmodule müssen auch Sicherheitsabstände eingehalten werden. Die sind wichtig, um Wartungsarbeiten durchführen zu können und die Gefahr von Schäden durch Witterungseinflüsse zu minimieren. Der Abstand zum Dachrand sollte mindestens 0,5 Meter betragen, zu Hindernissen wie Kaminen oder Dachfenstern ist ein Abstand von mindestens 1 Meter einzuhalten. Je nach örtlichen Bauvorschriften und den Empfehlungen des Installateurs können diese Werte noch variieren. 

Wenn der Platz auf Ihrem Dach begrenzt ist, können Sie die Größe der Anlage und Art der Module an den zur Verfügung stehenden Platz anpassen. Die Gesamtleistung Ihrer Photovoltaikanlage hängt von der Anzahl und der Effizienz der Solarmodule ab. Und: Je effizienter die Module, desto weniger Platz benötigen Sie, um die gewünschte Leistung zu erreichen. Ein erfahrener Solarinstallateur kann Ihnen dabei helfen, die optimale Anzahl und Anordnung der Module für Ihr Dach zu ermitteln.

Abschließend ist zu bedenken, dass die Installation der Photovoltaikanlage auch die Möglichkeit bieten mag, Ihr Dach noch besser zu nutzen. Beispielsweise kann ein ungenutzter Dachboden durch die Installation von Solarmodulen zu einer wertvollen Energiequelle für Ihr Zuhause werden, da hier die Technik der PV-Anlage ihr eigenes Kraftwerk bildet. Denken Sie daran, dass jede Investition in Solarenergie auch eine Investition in die Zukunft unseres Planeten ist. Mit der Installation einer Photovoltaikanlage leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Förderung erneuerbarer Energien.

5. Wie ist der Zustand des Daches?

Wie bei jedem Bau- oder Renovierungsprojekt spielt der Zustand Ihres Dachs eine entscheidende Rolle. Dinge wie das Alter des Dachs, der Dachbelag, die Isolierung und die Tragfähigkeit sind wichtige Faktoren, die bestimmen, ob Ihr Dach bereit ist, die Last einer PV-Anlage zu tragen. Die Tragfähigkeit ist besonders wichtig, da die Solarmodule und die Montagesysteme, obwohl sie relativ leicht sind, ein zusätzliches Gewicht darstellen, das das Dach tragen muss. Ein Dach, das in schlechtem Zustand ist oder nicht genügend Tragfähigkeit hat, könnte Schwierigkeiten haben, diese Last zu tragen.

Jetzt fragen Sie sich vielleicht, wie Sie den Zustand Ihres Dachs einschätzen können. Es gibt einige offensichtliche Anzeichen, die Ihnen einen Hinweis geben können.

  • Haben Sie lose oder fehlende Dachziegel?
  • Gibt es sichtbare Risse oder Löcher?
  • Sind Teile des Dachs durchgesackt?
  • Gibt es Anzeichen von Wasserlecks im Inneren des Hauses?

Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit Ja beantworten, dann könnte es an der Zeit sein, einen Fachmann zu beauftragen. Ein erfahrener Dachdecker oder Bauingenieur kann eine umfassende Bewertung durchführen und Sie beraten, ob Ihr Dach in seinem jetzigen Zustand für eine PV-Anlage geeignet ist oder ob es vorher saniert oder verstärkt werden muss.

5.1. Dachsanierung und PV-Installation: Zwei Fliegen mit einer Klappe

Wenn Sie bereits eine Dachsanierung planen, dann ist das die perfekte Gelegenheit, auch eine PV-Anlage zu installieren. Die Arbeiten können parallel durchgeführt werden, was die Kosten und die Arbeitszeit reduzieren kann. Außerdem können Sie Ihr Dach so gestalten, dass es optimal für die Installation von Solarmodulen geeignet ist.

Bevor wir fortfahren, sei jedoch kurz darauf hingeweisen, dass die Bewertung des Zustands eines Daches eine komplexe Aufgabe sein kann, insbesondere wenn es um Aspekte wie die Tragfähigkeit geht. Es ist immer ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen, um sicherzustellen, dass alle Faktoren korrekt berücksichtigt werden und dass Ihr Dach sicher und bereit für die Installation einer Photovoltaikanlage ist.

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