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Als Nicht-Fachmann können Sie regelmäßig 4 Funktionen Ihrer Solarthermieanlage kontrollieren. Doch bei einigen Punkten sollten Sie sich einen Fachmann zu Hilfe nehmen. Auf dieser Seite erfahren Sie, wo Sie selbst anlegen können und wo besser nicht. Außerdem erklären wir, wie Sie den Erfolg Ihrer Solarthermie-Anlage einfach errechnen können.

1. Funktion kontrollieren - 4 Punkte-Kontrolle

Punkt 1: Prüfen Sie, ob die Pumpen arbeiten

Normalerweise haben die Solarregler eine Kontrollampe, um zu sehen, ob die Pumpe läuft. Ist eine Durchflussanzeige vorhanden, sollte diese anzeigen, ob die Pumpe arbeitet. Ansonsten kann man meist auch die Pumpen hören oder die Vibration bei laufender Pumpe fühlen. Ist die Pumpe sehr laut, ist wahrscheinlich Luft in der Anlage. Entlüften Sie diese, beziehungsweise lassen Sie die Anlage entlüften.

Punkt 2: Temperatur-Unterschied des Wärmeträgers

Oft sind zwei Thermometer vorhanden - eins für den Heizungsvorlauf, das andere für den Heizungsrücklauf. Eines zeigt die Temperatur des Wärmeträgers beim Hinfließen ZUM Speicher - das andere beim Fließen WEG VOM Speicher. Der Temperaturunterschied sollte hier zu sehen sein, 7-19K oder 24-40K bei Low-Flow-Systemen.

Ein Druckabfall im Kreislauf der Solarthermieanlage ist nicht gutPunkt 3: Der Anlagendruck darf nicht abfallen

Das sogenannte Manometer zeigt den Anlagendruck und sollte im grünen Bereich sein. Wenn der Druck abfällt, beeinträchtigt das die Effizienz der Anlage. Bei manchen Solaranlagen reicht es Wasser nachzufüllen, bei anderen Frostschutzmittel. Teilweise muss dafür kein Fachmann zurate gezogen werden. Ein geringer Druckabfall ist von Zeit zu Zeit normal. Sollte der Druckabfall häufig auftreten, empfehlen wir die Anlage sofort auszuschalten: Es kann ein Rohrbruch vorliegen, der Sie zig Tausende Euro kosten wird, wenn Sie nicht unmittelbar reagieren. Dieser Rohrbruch muss nicht einmal im Kreislauf der Solarthermieanlage auftreten, sondern vielleicht auch in der Fußbodenheizung.

Punkt 4: Daten am Solarregler ablesen

Ist der Solarregler eingeschaltet und auf Automatikbetrieb? Wenn Sie möchten, können hier auch oft bestimmte Werte abgelesen werden: Temperatur im Kollektor, im Speicher, Pumpe an oder aus, ... Ideal ist, wenn die Daten per WLAN-Übertragung auf dem Computer oder Tablet erfasst werden können.

2. Erfolgskontrolle von Solarthermieanlagen

Die simpelste Erfolgskontrolle ist wohl das Abschalten der Nachheizung im Sommer. Gas- oder Ölnachheizung ist ausgeschaltet und Sie haben trotzdem genug Warmwasser? Hervorragend! Dieses Warmwasser ist zu 100% solar aufgeheizt!

Möchten Sie genauere Werte, so brauchen Sie einen Wärmemengenzähler, der zählt, wieviel Energie von der Solaranlage kommt. Dann können Sie mit folgender Rechnung den Erfolg Ihrer Anlage kontrollieren:

Wärmemenge über einen bestimmten Zeitraum ablesen, zum Beispiel über

30 Tage = 450kWh
1 Tag = 15 kWh Gesamtfläche Kollektor = 5 m²
7 m² = 15 kWh pro Tag
1 m² = 2,14 kWh pro Tag

Bei einem Einstrahlungswert der Sonne von 4,8 kWh entsprechen 2,14 kWh einem Deckungsgrad von ca. 44%.
30-50% sind normal für solarthermische Anlagen.

Die Einstrahlungsdaten für der Sonne können Sie einfach bei Ihrer Planungsfirma erfragen – die sollte Ihnen weiterhelfen können!

3. Wartung der Solarthermieanlage

Als nächstes möchten wir auf die Wartung Ihrer Solaranlage eingehen. Die Solaranlage kann 20 Jahre und länger als Heizung genutzt werden.

Viele Installateure bieten auch einen Solarthermie-Wartungsvertrag an. Ihr Handwerker prüft dann in regelmäßigen Abständen (oft alle 1 bis 2 Jahre) wichtige Bestandteile der Solaranlage. Diese Wartungsverträge liege meist bei 30 bis 50 Euro pro Jahr. Geprüft wird:

  • Allgemeiner Zustand der Solaranlage
  • Zustand der Opferanode (sofern vorhanden)
  • Ob Luft im System ist
  • Zustand des Wärmeträgers - ist Frostsicherheit gegeben?
  • Sind die Wärmetauscher verkalkt?

4. FAQ: Betrieb und Wartung der Solarthermieanlage

Im folgenden möchten wir einige Fragen klären, die bezüglich des Betriebs Ihrer Heizung beziehungsweise Solaranlage bestimmt für Sie interessant sein werden.

Müssen die Kollektoren auf dem Dach geputzt werden?

Nein! Tests haben ergeben, dass selbst bei Anlagen, die schon 16 Jahre in Betrieb waren nur 1% schlechtere Lichtdurchlässigkeit durch die Scheiben der Kollektoren festgestellt wurde. Nur wenn Sie in einer Gegend mit äußerst hoher Luftverschmutzung liegen (zum Beispiel Autobahn, Diesellokverkehr, ...) kann eine Reinigung der Kollektoren sinnvoll sein, jedoch nur wenn dies nicht Ihre eigene Sicherheit gefährdet!
Bei Röhrenkollektoren sind die Sache ein klein wenig anders aus: Hier kann sich Laub verfangen. Allerdings möchten wir dennoch an dieser Stelle ganz klar davon abraten selbst auf das Dach zu steigen. Das ist lebensgefährlich! Ein oder zwei Blätter machen auch nicht viel aus. Nur wenn die Röhren großflächig von Laub bedeckt sein sollten, könnte man ein Unternehmen mit der Reinigung beauftragen.

Die Kollektoren sind von Innen beschlagen – ist das schlimm?

Ein Dunstfilm tritt aufgrund von Tempraturunterschieden im Kollektor und der Außenluft auf. Insbesondere geschieht dies am frühen Morgen (oft im unteren Drittel des Kollektors). Sollte der Dunstfilm nicht im Laufe des Vormittages verschwinden, oder jeden Tag vorzufinden sein, ist möglicherweise der Kollektor undicht. Benachrichtigen Sie in diesem Fall Ihren Handwerker!

Habe ich bei Besuch genug warmes Wasser?

Ja. Sollte zu wenig warmes Wasser im Speicher sein, dann wird das zusätzlich benötigte "kühlere" Wasser durch Ihre Nachheizung wieder erhitzt, wie es nötig ist. Haben Sie die Nachheizung im Sommer ausgeschaltet und bekommen Sie länger / mehr Besuch und haben damit höheren Warmwasserbedarf, so schalten Sie die Nachheizung des Wassers einfach für diese Zeit wieder ein!

Was passiert mit der Solaranlage beziehungsweise Heizung, wenn ich in den Urlaub fahre?

Lassen Sie in jedem Fall die Solarregelung eingeschaltet! Sonst gibt es nichts zu beachten, da alle Anlagenteile so ausgelegt sind, dass die Anlage keinen Schaden nehmen kann, wenn kein warmes Wasser abgezapft wird.

Aber was passiert denn wenn die Anlage zu heiß wird?

Ist der Speicher heiß genug, dann wird der Wärmeträger nicht mehr durch die Kollektoren gepumpt und "steht still". Dies passiert auch wenn der Strom oder die Pumpe selber einmal ausfallen sollte. Der Wärmeträger kann nun so heiß werden (durch die weitere Sonneneinstrahlung), dass er kocht und zu Dampf wird. Das Ausdehnungsgefäß der Solaranlage verhindert nun, dass Schaden entsteht. Das Gefäß nimmt das Volumen des Dampfes auf - und wenn die Anlage abkühlt gibt das Gefäß auch wieder das Volumen frei. Sollte das Ausdehnungsgefäß richtig ausgelegt sein, wird das ganze "Dampfvolumen" aufgenommen. Ist das Gefäß zu klein entweicht etwas Druck über das Sicherheitsventil – hier muss möglicherweise später neuer Frostschutz (also Wärmeträger) in den Kreislauf gefüllt werden.

Und was geschieht bei Frost?

Platzen können die Leitungen nicht, da der Wärmeträger anstatt einzufrieren nur zu einem zähen Eisbrei wird (auch das erst unter -20°C). Ansonsten kann die Anlage auch bei Minusgraden Sonnenwärme benutzen um den Speicher zu erwärmen – wenn auch nur um einige Grad – aber man spart hier zumindest an der Nachheizung!

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